Vielfältige Gewässernutzung

Was würden wir ohne Gewässer tun?
So wie wir Trinkwasser nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Beispiel zum Waschen oder Kochen nutzen, dienen unsere Gewässer nicht nur dem Badespaß.
Wenn Ihr Euch einmal klarmacht, wie vielseitig wir unsere Gewässer nutzen, leuchtet es sofort ein, dass ihr Schutz sehr wichtig ist.

Grafik zu den Eintragspfaden in die Gewässer aus punktuellen und diffusen Schadstoffquellen Gewässer werden vielfältig belastet, z.B. durch landwirtschaftliche Nutzungen, Siedlungen, Verkehr oder bereits durch den geologischen Untergrund. Grafik: Claus J. Lienau, München

Gewässernutzung für die Landwirtschaft: Die Landwirte bewässern ihre Felder, um unsere Nahrungsmittel produzieren zu können.

Fischerei an Flüssen und Teichen: Gewässer werden für die Fischerei genutzt. Insbesondere die Meere, in die unsere großen Flüsse Wasser einleiten, spielen für die Ernährung der Weltbevölkerung eine bedeutende Rolle.

Wasser und Energiegewinnung: Seit jeher nutzen Menschen die Wasserkraft der Flüsse und Bäche zur Energiegewinnung.

Schifffahrt auf Bayerns Flüssen: Flüsse und Meere sind wichtige Verkehrswege, so dass an ihren Ufern und Küsten zahlreiche bedeutende Handelsstädte entstanden.

Als Schifffahrtswege für den Gütertransport werden in Bayern folgende Flüsse bzw. Flussabschnitte genutzt: Der Main von der Landesgrenze zu Hessen bis Bamberg, der Main-Donau-Kanal von Bamberg bis Kehlheim sowie die Donau von Kehlheim bis Passau.

Wasser als Erholungsraum: Flüsse und Seen sind für uns Menschen Erholungsräume, für viele Tiere und Pflanzen ist es ein Überlebensraum.

Bei der Stromerzeugung in Wärmekraftwerken (Kohle, Öl oder Gas befeuerte Kraftwerke, Kernkraftwerke) fällt ein großer Teil der eingesetzten Energie als Abwärme an, die entweder an Gewässer oder die Atmosphäre abgegeben werden muss. Fische reagieren auf die Temperaturerhöhung besonders empfindlich. Deshalb sind die Richtlinien, wann künstlich erwärmtes Wasser in Gewässer eingeleitet werden darf, eng an das Vorkommen der Fischlebensgemeinschaften gekoppelt. Durch die Einleitung von Abwärme darf deshalb die Temperatur nach Vermischung mit dem Gewässer höchstens 28°C betragen; bei Gewässern mit Edelfischbeständen (wie Huchen, Äschen oder Bachforellen) sogar nur maximal 21,5°C.

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

wasserforscher.de