Aus den Augen, aus dem Sinn?

Das Wasser, das wir täglich gebrauchen, wird zu Abwasser und fließt mehr oder weniger verschmutzt in die Kanalisation. Gemeinsam mit Gewerbe und Industrie entstehen so in ganz Bayern pro Jahr rund zwei Milliarden Kubikmeter Abwasser - das entspricht der Wassermenge des Chiemsees.

Was passiert mit dem Abwasser? Es ist die Pflicht der Gemeinden, es zu reinigen und zu entsorgen. Dazu braucht man Kanäle und Kläranlagen, deren Bau und Betrieb über Gebühren und Beiträge finanziert wird, die dem Bürger in Rechnung gestellt werden.

Woher kommt welches Abwasser?

Schemazeichnung zum Weg des Abwassers
Der Weg des Abwassers vom Haushalt oder Industriebetrieb in die die Kläranlage und von dort gereinigt in einen Fluss.
Grafik: J.-C. Rost, Stuttgart

Abwasser enthält gelöste Stoffe, feinste Partikel und auch feste Bestandteile. Je nach Herkunft unterscheiden wir Abwasser in verschiedene Typen:

Kleine Abwassergeschichte

Schon im Altertum war Verschmutzung durch Abwasser als Ursache für Seuchen und Epidemien erkannt. Also versuchte man, Abwasser zu sammeln und aus dem Siedlungsbereich fortzuleiten: über Bäche, Flüsse und Seen.
Doch die Notwendigkeit, das Abwasser vorher zu reinigen, ist eine Erkenntnis, die sich erst in jüngerer Zeit durchgesetzt hat. Die Gewässer sind nämlich nicht mehr in der Lage, das eingeleitete Abwasser auf dem Weg der natürlichen Selbstreinigungskraft zu bewältigen. In Bayern wurden deshalb schon um 1900 die ersten größeren (mechanischen) Kläranlagen gebaut.

Den Weg des Abwassers aus dem Haushalt oder dem Industriebetrieb über die Reinigung in einer Kläranlage bis in das vorgelagerte Gewässer beschreibt das oben gezeigte Bild. Das Bild gibt es auch als Plakat in der rechten Spalte zum Download. Die Größe der Datei beträgt ca. 4 MB. Das Poster kannst du dir auch kostenfrei zuschicken lassen.

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

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