Alles klar, farblos und keimfrei

Um Wasser genießen zu können, muss es klar, farblos, keimfrei sowie geschmacks- und geruchsfrei sein. Ist das nicht der Fall, muss es zuerst aufbereitet werden. Dies kann sogar technische Gründe haben: Niederschlagswasser nimmt während der Bodenpassage Mineralien, Gase und Spurenstoffe auf, die zur Zersetzung (Korrosion) der Rohre im Trinkwassernetz, zur Trübungen des Trinkwassers oder gar zu gesundheitsschädlichen Wirkungen führen können. Ob Grundwasser vor der Trinkwassernutzung aufbereitet wird, hängt also von den jeweiligen Grundwassertypen und den Inhaltsstoffen des Wassers ab.

Wichtige Grundwassertypen in Bayern
Grundwassertyp Vorkommen chemische Beschreibung
Kristallin Bayerischer Wald, Oberpfälzer Wald, Fichtelgebirge sehr weiches kalkarmes Wasser; Kohlensäure greift Wasserrohre an
Buntsandstein Spessart sehr weiches kalkarmes Wasser; Kohlensäure greift Wasserrohre an
Schotterebnen und Flusstalfüllungen Oberbayern Wasser mittlerer Härte, meist ohne Aufbereitung nutzbar, ggf. Belüftung
Voralpines Moränengebiet Ober- und Niederbayern Wasser mittlerer Härte, meist ohne Aufbereitung nutzbar, ggf. Belüftung
Tertiäres Hügelland Schwaben Wasser mittlerer Härte, meist ohne Aufbereitung nutzbar, ggf. Belüftung
Fränkische Jura Teile von Oberfranken Sehr hartes kalkreiches Wasser, oft durch Spuren von Eisen und Mangan getrübt
Mainfränkischer Muschelkalk Oberpfalz, Oberbayern, Mittel- und Unterfranken Sehr hartes kalkreiches Wasser, oft durch Spuren von Eisen und Mangan getrübt

Das Poster in der rechten Spalte zeigt und erklärt die einzelnen Grundwasserlandschaften Bayerns. Du erhälst das Poster auch kostenlos bei:

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

wasserforscher.de