Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Wie wird Wasser zu Trinkwasser?

Es gibt vier Methoden, Trinkwasser zu gewinnen:

  • Grundwasser aus Brunnen
    Mittels Brunnen werden Grundwasservorkommen genutzt, die nahe an der Oberfläche sind und sich rasch erneuern. Diese Brunnen können bis zu 100 m tief sein.
  • Grundwasser aus Quellen
    Quellwasser aus unbelasteten Untergrund, das mit intakten Bodenschichten überdeckt ist, entspricht in seiner Qualität "echtem" Grundwasser. Es ist vor Schadstoffen sicher - sofern es nicht aus Klüften und Spalten stammt. Dann nämlich kann Oberflächenwasser die Qualität beeinträchtigen, denn es fehlt die Reinigungswirkung, die bei seiner Passage durch die verschiedenen Bodenschichten normalerweise stattfindet.
  • Uferfiltrat
    wird aus flussnahen Brunnen gewonnen. Es handelt sich dabei um Flusswasser, das durch eine Untergrundpassage "natürlich" gefiltert und gereinigt wird.
  • Wasser aus Seen und Talsperren
    ist die Lösung, wenn die örtlichen Grundwasservorkommen nicht ausreichen. Bevor dieses Wasser jedoch ins Trinkwassernetz gelangt, wird es in mehreren Stufen aufwändig gereinigt.
Herkunft des Trinkwassers in Bayern in Prozent: aus Grundwasser 73,5, aus Quellen 21,3, aus Uferfiltrat 2,7 und aus Oberflächenwasser 2,5.
904 Mio. Kubikmeter - soviel Wasser floss 2001 in Bayern durch die Leitungen der öffentlichen Trinkwasserversorgung. In der Natur wäre das ein See von 3,4 km Durchmesser und 100 m Tiefe. Fast doppelt so viel wie der Königssee!
Grafik: Claus J. Lienau, München

Den Weg des Trinkwassers von der Quelle bis zum Wasserhahn beschreibt ein Plakat, das Du in der rechten Spalte als PDF-Datei herunter laden und selbst ausdrucken kannst. Die Größe der Datei beträgt ca. 4 MB. Das Poster kannst du dir auch kostenfrei zuschicken lassen.