Wo fließt das meiste Wasser ab?

Niederschlagswasser, das auf die Erdoberfläche trifft und nicht verdunstet, versickert in den Untergrund oder gelangt durch Abfluss an der Erdoberfläche in vorgelagerte Bäche und kleinere Flüsse. Aber wo fließt das Wasser der Bäche und Flüsse hin?

In Bayern gibt es vier große Flussgebiete, auch Flusseinzugsgebiete genannt. Das Wasser sämtlicher Bäche und Flüsse innerhalb eines Flussgebietes fließt einem großen vorgelagerten Fluss zu und wird dort gesammelt. Dieser Fluss transportiert das Wasser schließlich zum Meer.

Zur Verdeutlichung: Im nachstehenden Bild ist in grüner Farbe das Flussgebiet des Rheins dargestellt. Das Wasser aller Flüsse und Bäche in der grünen Fläche fließen dem Rhein zu und von dort ins Meer, genauer in die Nordsee.

Karte mit eingezeichneten Flussgebieten für Mitteleuropa
Flussgebiete in Europa, erkennbar an den unterschiedlichen Farben und den roten Umrandungen, die zugleich die Wasserscheiden darstellen. Die Grenze Bayerns beschreibt die schwarze Linie.

Die vier großen Flussgebiete in Bayern heißen: Donau, Rhein, Elbe und Weser. Die Donau transportiert ihr Wasser in das Schwarze Meer. Die drei anderen Flüsse entwässern in die Nordsee.

Rekordhalter in Sachen Wasserabtransport für Bayern ist das Donaueinzugsgebiet, wie es die große blaue Fläche in der Karte schon vermuten lässt. Innerhalb eines Jahres gelangen über die Donau rund 48 km3 Wasser ins Nachbarland Österreich. Das entspricht ziemlich genau dem Wasservolumen des Bodensees.

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

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