Gefahren mit Tiefgang

Viele Stoffe, die von Industrie und Gewerbe hergestellt und verwendet werden, können das Wasser gefährden. Das sind zum Beispiel Chlorkohlenwasserstoffe, Benzin oder Öle. Besonders problematisch sind Stoffe, die sich in Wasser gut auflösen, sich schlecht abbauen und sehr beweglich sind. Sie führen zu weit reichenden und lang andauernden Verunreinigungen des Grundwassers.

Ältere Mülldeponien können durch die von ihnen ins Grundwasser abgegebenen Schadstoffe große Probleme aufwerfen. Dies geschieht, wenn Regen auf die Mülldeponien fällt, den abgelagerten Müll durchdringt, dabei Schadstoff aufnimmt und ungehindert ins Grundwasser versickern kann. Diese Gefährdung des Grundwassers könnte vermieden werden, wenn sich unter und über dem Müll eine wasserundurchlässige Deckschicht befinden würde. Es gibt viele Altdeponien, die sanierungsbedürftig sind und derzeit ein "Pulverfass" im Erdreich darstellen.

Im Kapitel "Menschliche Faktoren im Einzugsgebiet" wird dir per Animation gezeigt, welche Gefahren für das Grundwasser von Deponien ausgehen können.

Deponie mit Abdichtung
Moderne Deponie mit Basisabdichtung und Abdichtung an der Oberfläche. Die Abdichtung verhindert, dass Regenwasser einsickert, Schadstoffe aufnimmt und ins Grundwasser führt.

Unfällle mit Tankwgen, die Gefahrstoffe transportieren, können dramatische Folgen haben. Innerhalb kürzester Zeit können Gewässer und Grundwasser verunreinigt werden.

brennender Kesselwagon
brennender Kesselwagon

Bayerisches Landesamt für
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