Vom Bach zum Strom

Von der Quelle bis zur Mündung nimmt zwar die Wassermenge des Fließgewässers zu, doch das Wasser fließt wegen des geringer werdenden Gefälles immer langsamer. Damit nimmt auch die Kraft, Material mit sich zu führen, mehr und mehr ab. Deshalb wird im oberen Lauf eines Fließgewässers mehr Material abgetragen (Erosion), im mittleren Lauf mehr umgelagert und im unteren Lauf mehr Material abgelagert (Sedimentation). Entsprechend unterschiedlich sind die Lebensbedingungen in den verschiedenen Abschnitten eines Flusslaufes.

Man unterscheidet Fließgewässer nach Abflussmenge, Gewässerbreite und Wassertiefe und teilt sie entsprechend nach Rinnsaal, Bach, kleiner Fluss oder großer Fluss ein.

Grobeinteilung der Fließgewässer
Gewässertyp Abfluss bei Niedrigwasser
in Liter pro Sekunde (l/s)
Breite in Meter (m) Wassertiefe in Meter (m)
Rinnsal < 10 l/s < 0,5 m < 0,1 m
Bach 10 - 100 l/s 05, - 2 m 0,1 - 0,5 m
kleiner Fluss 100 - 5.000 l/s 2 - 10 m 0,5 - 1,0 m
großer Fluss (Strom) > 5.000 l/s > 10 m > 1,0 m

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

wasserforscher.de