Technischer Gewässerausbau

Je mehr der Mensch die Landschaft für sich erschlossen hat - vor allem im Zusammenhang mit der verstärkten Siedlungstätigkeit in den Tallagen von Flüssen - wurden die ursprünglichen Gewässerlandschaften umgestaltet. Dabei stand der Schutz vor Hochwasser im Mittelpunkt. Aber auch andere Nutzungen spielten, wie die nachfolgende Tabelle zeigt, eine wichtige Rolle. Deshalb finden sich bei nahezu allen Gewässern Elemente des technischen Gewässerausbaus.

Elemente des technischen Gewässerausbaus
Bauwerke/Strukturelemente Zweck des Gewässerausbaus
Deiche und Dämme Hochwasserschutz
Begradigung von Gewässern Verbesserrung der Siedlungsmöglichkeiten ("Landgewinn")
Bauwerke quer zur Fließrichtung, z.B. Sohlschwellen, Abstürze Verhinderung der Sohleintiefung
Wehre Einrichtungen zum Stauen von Wasser und zur Abflusssteuerung (z.B. für Wasserkraftnutzung)
(betonierte) Seitenkanäle, Ausleitungen Ableitung von Wasser aus dem natürlichen Gewässer für Nutzungen (z.B. Stromerzeugung)
Ufermauern, Wasserbausteine Ufersicherung, Verhinderung der Seitenerosion
Speicher, Talsperre Hochwasserrückhaltung, Wasserkraftnutzung, Aufhöhung des Wasserstandes in Flüssen bei Niedrigwasser, Freizeit und Erholung
Foto eines begardigten Bachs Begradigter Bach
Absturz Absturz, Foto: Wasserwirtschaftsamt Ansbach
Luftbild eines Flusses mit Ausleitung Ausleitung (grüner Pfeil): Isar bei Icking
Luftbild der Talsperre Frauenau Talsperre Frauenau

Bayerisches Landesamt für
Umwelt

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